Am Fuss des Hönggerbergs in Zürich-Affoltern hat die Baugenossenschaft Hagenbrünneli 2025 in der Überbauung Lerchenhalde Wohnungen für Menschen ab 60 erstellt. Die Lage ist idyllisch, die Aussicht spektakulär: Eine stark abfallende Topografie prägt das Areal, das sich von der Anhöhe, auf der sich die Siedlung befindet, hinunter zu einem kleinen Bach erstreckt, der von einem schmalen Waldgürtel umschlossen wird. Durch hohe Wiesen schlängelt sich ein Spazierweg ins Wäldchen hinunter und führt dann über eine Brücke wieder hinauf zu den Neubauten, zu einem Spielplatz und zum Sportplatz des neuen Schulhauses Schauenberg. Mit seiner roten Klinkerfassade setzt dieses einen markanten Akzent in der Landschaft.
Etwas weniger auffällig sind da die sechs- bis siebenstöckigen hybriden Holzbauten der Lerchenhalde, die zwischen alten Eschen und Hainbuchen am Hang über dem wilden Tobel thronen. «Die Bäume prägen die neue Siedlung wesentlich», sagt Miguel Torres von Fischer Architekten. «Von allen Wohnungen fällt der Blick in die Baumkronen, und manche kommen den Balkonen so nah, dass man sich fast in einem Baumhaus wähnt.»
Der Ausblick erschöpft sich jedoch nicht im Grün: Von den oberen Stockwerken aus kann man in südlicher Richtung auch Tennisspieler:innen dabei zusehen, wie sie auf zwei Plätzen gleich neben dem Haus den Bällen nachjagen. Und ganz im Westen fällt der Blick auf die vielen Solaranlagen, die auf den Flachdächern der Überbauung Lerchenberg installiert wurden. Die Baugenossenschaft Hagenbrünneli hat diese Nachbarssiedlung in den 1970er-Jahren auf der anderen Seite der Quartierstrasse erbaut, es ist bis heute ihre grösste geblieben



