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An der Generalversammlung im Mai 2025 wurde Stefan Weber einstimmig in den Vorstand der bgh gewählt. Im Interview mit seinem Vorstandskollegen Thomas Fässler für die „WohnZeit” spricht der Jurist und Bewohner der Siedlung Hirschwiese über seine langjährige familiäre Verbundenheit mit der Genossenschaft. Künftig möchte er seine juristische Fachkompetenz in die Vorstandsarbeit und die Mieterkommission einbringen.

«Die bgh hat mehreren meiner Bezugspersonen und mir selbst vieles überhaupt erst ermöglicht. Als der Vorstand neue Mitglieder suchte, dachte ich, es sei nun an der Zeit, mich erkenntlich zu zeigen und der bgh etwas zurückzugeben.»

Wer bist du und wie bist du zur bgh gekommen?

Ich heisse Stefan Weber und ich bin eigentlich schon als Kind zur bgh gekommen. Meine Eltern lernten meine Gotte und meinen Götti in den späten 70er-Jahren als Nachbarn im Lerchenberg 1 kennen. Deshalb verbinden mich schöne Kindheitserinnerungen an diesen Ort. Selbst in die bgh zurückgekehrt bin ich dann im Jahr 2013, allerdings nicht in die Siedlung Lerchenberg, sondern in die Siedlung Hirschwiese.

Was hat dich dazu gebracht, für den Vorstand zu kandidieren und was reizt dich daran, dich in der Mieterkommission einzubringen?

Die bgh hat mehreren meiner Bezugspersonen und mir selbst vieles überhaupt erst ermöglicht. Als der Vorstand neue Mitglieder suchte, dachte ich, es sei nun an der Zeit, mich erkenntlich zu zeigen und der bgh etwas zurückzugeben. Die Tätigkeit des Vorstands ist zudem sehr sinnstiftend, weil sie zur Lebensqualität vieler Menschen über Generationen hinweg, zum Zusammenhalt und zur sozialen Vielfalt beitragen kann. Wohl besonders nahe am Leben der Menschen ist die Mieterkommission, wo ich mich auch mit meinem beruflichen Hintergrund als Jurist einbringen kann.

Du wohnst ja in der HiWi. Weshalb hast du dich für eine Wohnung in einer Baugenossenschaft entschieden – und warum gerade bei uns?

Als ich im Jahr 2013 in die Siedlung Hirschwiese
ziehen durfte, befand ich mich noch in der kostspieligen Vorbereitungszeit zur Rechtsanwaltsprüfung. Die Nähe zu den mir bereits vertrauten Bibliotheken und Sportanlagen am Universitätsstandort Irchel und die ruhige Wohnlage machten mir den Entscheid sehr einfach. Und seither fühle ich mich wohl hier.

Erzähl uns noch ein bisschen von dir: Wie verbringst du am liebsten deine Freizeit?

Was ich am liebsten würde und was ich in meiner Freizeit mache, deckt sich leider nicht immer vollständig. Am liebsten verbringe ich die Freizeit jedenfalls in der Natur, beispielsweise mit Wandern, Langlaufen oder Schwimmen. Hauptsache an der frischen Luft, vermutlich weil ich mich bei der Arbeit fast immer in Innenräumen aufhalte. Viel Freizeit verbringe ich auch mit Musik, vorwiegend
mit elektronischer. Ich gehe an Events oder höre sie zuhause. Auch wenn ich unterwegs bin, sind meine Kopfhörer nie weit weg.

Welche drei Dinge dürfen in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

Ich würde ehrlich gesagt auch ohne Kühlschrank gut zurechtkommen, weil ich ein besserer Kunde in der Gastronomie als von Supermärkten bin. Allerdings trinke ich fast täglich Mate Tee. Die Blätter gehören ebenfalls nicht in den Kühlschrank, weil ich ihn aber auch in Form von Limonaden gerne trinke, fehlen solche selten darin. Nr. 2 und 3 wären wohl Blaubeeren und Butter.

Bist du eher der Koch, der Gärtner oder der Heimwerker – oder vielleicht alles zusammen?

Ich mache alles und habe Werkzeug für alle drei Aktivitäten herumliegen. Bei keiner fühle ich mich aber sehr begabt. So habe ich kürzlich meinen Rollkoffer repariert. Mich nervt es, wegen defekter Räder gleich den ganzen Koffer zu entsorgen. Leider habe ich dann trotz ausgiebiger Suche die falschen Ersatzteile gekauft, sodass ich dann noch lange herumbasteln musste, bis der Koffer wieder rollte. Aber jetzt ist er fast wie neu und bereit für neue Abenteuer. Gärtnern tue ich im Garten meiner Mutter. Leider fehlt mir oft die Zeit. Aber Biodiversität ist mir sowieso wichtiger als der perfekte Schnitt. Wenn ich koche, dann aber perfektionistisch! Nach dem Kochen verfeinere ich jedes mal das entsprechende
Rezept. Meine Sammlung verbesserter Rezepte umfasst mittlerweile mehr als 50, querbeet, von Älplermagronen bis Zopf.

Was macht dich an einem Samstagmorgen sofort glücklich?

Ein freier Terminkalender, der spontane Aktivitäten zulässt.

Zum Schluss: Was würdest du den Mitgliedern der Genossenschaft gerne mit auf den Weg geben?

Man sollte stets versuchen, alles, was man hat, zu schätzen. Als Genossenschafter:innen fällt uns dies vielleicht ein wenig leichter als anderen.