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Neues Zuhause für die Generation 60Plus
Der Weg von der Idee zur Umsetzung war bestimmt von planerischer und sozialer Weitsicht: Ein siebengeschossiger Holzbau nach Minergie-P-Eco-Standard, barrierefreier Zugang, gemeinschaftlich genutzte Infrastrukturen und ein ausgeprägtes genossenschaftliches
Selbstverständnis prägen das Projekt. Neben 49 altersgerechten Wohnungen, inklusive einer Clusterwohnung wurden auch ein Gästezimmer, und eine grosse gemeinschaftliche Dachterrasse im fünften Stock sowie gewerbliche Räume, ein Siedlungslokal
und ein Cafe im Erdgeschoss realisiert.


Die gemeinschaftlich genutzte Dachterrasse des Ersatzneubaus Lerchenhalde 60Plus bietet den Bewohner:innen einen weiten Ausblick und lädt zum Verweilen und Geniessen ein.

Die Clusterwohnung als neues Wohnmodell
Ein architektonisches und soziales Highlight stellt die Clusterwohnung im obersten Stockwerk dar. Diese besondere Wohnform – eine Art „WG 3.0“ – vereint private 1- bis 2-Zimmer-Einheiten (jeweils mit Mini-Küche und Bad) mit grosszügigen Gemeinschaftsbereichen
wie Wohnküche, Wohnzimmer und Terrasse. Hier wird das gemeinschaftliche Wohnen
im Alter neu gedacht – mit viel Raum für Individualität und Begegnung zugleich. Auch offene Treppenhäuser, vielfältige Gemeinschaftsflächen und niederschwellige Begegnungszonen
fördern das nachbarschaftliche Miteinander und laden zu einem aktiven Siedlungsleben ein.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie architektonische Offenheit und soziale Vernetzung Hand in Hand gehen können.

Vermietung in Etappen
Die Erstvermietung startete im November 2024 mit einer zweiwöchigen Bewerbungsphase für Genossenschafter:innen. Die Bewerbung erfolgte ausschliesslich digital – weniger technikaffine Personen wurden persönlich vom Mietwesen unterstützt. Die sorgfältige Auswertung der Bewerbungen erfolgte bis Januar 2025 anhand klar definierter Kriterien: finanzielle Tragbarkeit, Belegungsvorgaben, soziales Engagement und – bei Gleichstand – per Losentscheid.

Vergabe mit Augenmass: intern vor extern
Vorrang hatten Genossenschafter:innen, die aufgrund des geplanten Ersatzneubaus ihre Wohnung in der Siedlung Hirschwiese aufgeben müssen, sowie ältere Bewohner:innen aus allen Siedlungen – insbesondere, wenn durch ihren Umzug grössere
Wohnungen (4,5- oder 5,5-Zimmer) frei werden. Diese Gruppen konnten sich frühzeitig bewerben. Erst nach ihrer Berücksichtigung wurde im Februar 2025 das Bewerbungsfenster für externe Interessierte geöffnet – für die noch verfügbaren Wohnungen. Ziel dieser Priorisierung ist es, ältere Menschen gezielt in kleinere, altersgerechte Wohnungen wie in
der Lerchenhalde 60Plus umziehen zu lassen. So werden grössere Wohnungen für Familien in den bestehenden Siedlungen frei – eine sinnvolle und solidarische Flächenverteilung.

Clusterwohnung – viel Interesse, aber komplexe Umsetzung
Trotz grossem Interesse zeigte sich, dass sich eine stabile Wohngemeinschaft mit zehn Parteien nicht allein über die Nachfrage organisieren lässt. Die Genossenschaft
zieht daraus Konsequenzen und prüft derzeit neue strategische Ausrichtungen – mit dem
weiterführenden Schwerpunkt, Wohnraum für gemeinschaftliches Wohnen im Alter zu schaffen.
Die gemachten Erfahrungen liefern wertvolle Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung künftiger
Projekte – etwa im Rahmen der geplanten Erneuerung der Siedlung Hirschwiese.


Das groszügige und helle Treppenhaus bietet Raum für Begegnungen.